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Dublinverfahren

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Dublinverfahren

Nach der Dublin-III-Verordnung ist geregelt, welcher europäische Staat für das Asylverfahren zuständig ist. In der Regel wird dem Staat die Verantwortung für die Durchführung des Asylverfahrens zugeschrieben, in dem der Ersteintritt in das EU-Gebiet erfolgte.

Nachweis der Registrierung

Nachgewiesen werden kann dies über behördliche Registrierungen (mit Fingerabdrucknahme) oder über laufende oder abgeschlossene Asylverfahren in anderen Ländern. Findet z. B. das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Treffer in der europäischen Datenbank EURODAC aufgrund des Fingerabdrucks oder andere Identitätsnachweise, wird der Asylantrag in Deutschland als unzulässig abgelehnt. Damit wird nur die Durchführung des Asylverfahrens in Deutschland abgelehnt und keine inhaltliche Entscheidung über den Antrag getroffen.

Selbsteintritt Deutschlands

Da in vielen europäischen Grenzländern die soziale und asylrechtliche Lage schwierig ist oder Familienangehörige in Deutschland bereits Asyl beantragt haben, kann Deutschland auch den Selbsteintritt erklären und die Durchführung des Asylverfahrens übernehmen.

Rücküberstellung

Andernfalls droht die Rücküberstellung in den Staat mit der ersten Registrierung. Dieses Verfahren bedarf der Abstimmung zwischen den Staaten und ist an bestimmte Fristen gebunden. Menschen, die über Registrierungen in anderen Ländern per Brief informiert wurden oder selbst wissen, dass dort ihre Personendaten aufgenommen wurden, sollten sich fachliche Beratung suchen, um sich über die Perspektiven und möglichen Schritte informieren zu lassen.

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Synonyme: Dublin-III-Verordnung